Undichte Drehdurchführung systematisch prüfen
Mit einem kontrollierten Prüfablauf Schlauch-, Verschraubungs-, statische Dichtungs-, Rotordichtungs- und Kanalfehler unterscheiden, bevor Teile ersetzt werden.
Eine sichtbare Luft- oder Flüssigkeitsleckage bedeutet nicht automatisch, dass die innere Rotordichtung ausgefallen ist. Lose Verschraubungen, beschädigte Schläuche, verschmutzte Dichtflächen, Seitenlast, Fluchtfehler, zu hohe Betriebsbedingungen oder eine Kanalverbindung können ähnlich wirken. Sichern Sie die Maschine und bestimmen Sie den Leckort vor der Demontage.
Mit Leckort und Zeitpunkt beginnen
Beobachten Sie, ob die Leckage an einem Schlauchanschluss, einer statischen Gehäusefuge, der rotierenden Schnittstelle, einem Ablauf oder einem anderen Kanal austritt. Notieren Sie, ob sie im Stillstand, nur bei Drehung, nach Erwärmung oder nur bei Druckbeaufschlagung eines bestimmten Kreises auftritt.
Diese Beobachtungen grenzen die Ursache ein. Eine Verschraubungsleckage lässt sich häufig ohne Öffnen der Drehdurchführung beheben. Ändert sich die Leckage mit Drehzahl, Wellenposition, Temperatur oder Schlauchbewegung, sind Ausrichtung, äußere Last, Oberflächenzustand oder dynamische Dichtung zu prüfen.
Häufige Ursachen prüfen
- Äußere Anschlüsse Schlauchenden, Klemmringe, Gewinde, Dichtmethode, Adapter und Anzug innerhalb der Verschraubungsvorgaben prüfen.
- Einbauzustand Konzentrizität, Rundlauf, starre Verrohrung, Schlauchzug, Biegelast, Verdrehsicherung und Verschmutzung an der Drehstelle prüfen.
- Betriebszustand Tatsächliches Medium, Druck, Drehzahl, Temperatur, Lastprofil, Filtration und Schmierung mit der gewählten Ausführung vergleichen.
Ablauf zur Leckdiagnose
- Maschine sichern Drehung stoppen, alle Energiequellen sperren, sämtliche Kanäle drucklos machen und den Bereich reinigen.
- Äußere Verbindungen testen Jeweils einen Kanal kontrolliert beaufschlagen und Schläuche sowie Verschraubungen mit einem geeigneten Lecksuchverfahren prüfen.
- Stillstand und Drehung trennen Leckage im Stillstand und bei langsamer Drehung erfassen, ohne veröffentlichte Grenzwerte zu überschreiten.
- Vor dem Dichtungswechsel prüfen Bei innerer Leckage Welle, Dichtflächen, Lager, Verschmutzung und Ausrichtung kontrollieren; eine neue Dichtung behebt keine beschädigte Hardware.
- Jeden Kanal erneut testen Nach der Reparatur Kanaltrennung und Dichtheit bei niedrigem Druck und niedriger Drehzahl prüfen, bevor der Normalbetrieb beginnt.
Nächster Diagnoseschritt: einen Weg nach dem anderen unter Druck setzen, notieren, ob Leckage im Stillstand oder nur bei Drehung auftritt, und Armaturen sowie Ausrichtung prüfen, bevor die Einheit geöffnet wird. Eine neue Dichtung korrigiert keine geriefte Welle und keine Seitenlast.
Zugehörige Modelle: BP-2P-95-0005 · BP-3P-0004 · BP-2P-16-0001
Unterstützung bei der Leckdiagnose anfragen
Senden Sie Modell, Leckort, Fotos, Medium und ob die Leckage im Stillstand oder nur bei Drehung auftritt.